TSV Doppeleiche Jagel e.V.

 

Jagel - AFahrt nach Polen und Russland 2012

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Fahrt nach Polen und Russland 2012

Jagel - Fahrt nach Polen und Russland 2012

JAGEL. Erneut war die Wandergruppe des TSV Doppeleiche Jagel mit 50 Personen auf einer 13-Tage Tour unterwegs. Dieses Mal führte die Fahrt nach Polen und nach Russland. Gute Vorbereitungen hatten Otto Henningsen und Ewald Kraeft mit Unterstützung des Reisedienstes Bölck getroffen. Die beiden "Jageler" erkundeten die Reise bereits im letzten Jahr, organisierten Besichtigungen und buchten die Hotels und standen ständig in Kontakt mit den entsprechenden Touristik-Büros.



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Nichts wurde dem Zufall überlassen. Der Reisedienst Bölck regelte die Beschaffung der Visa für Russland und voller Erwartung begann die Fahrt morgens um 05.00 Uhr. An verschiedenen Zusteigstellen standen die Mitreisenden und schließlich ging es ab über Bad Segeberg auf die BAB 20. Nach dem Frühstück "nach Jageler Art" erreichte man mittags die polnische Grenze, deckte sich mit "Zlotys" ein, fuhr auf der "E 28" über "Naugard" – "Körlin" – "Köslin" und "Schlawe" und war in den Abendstunden in "Stolp", ca 100 Kilometer vor Danzig, wo man für fünf Tage das Hotel bezog.

Schon an diesem ersten Tag brachen bei einigen Mitreisenden heimatliche Gefühle auf. Es meldete sich die Reiseführerin "Margotta", mit der wir dann Polen erlebten. Mit einer Rundreise durch die "Kaschubei" über "Bütow",- "Schlochau" – "Karthaus" nach "Schwarz Damerkow" wurden die Gefühle noch verstärkt. Hier waren Mitreisende geboren und ein "Suchen" nach Schule, Rathaus und anderen Erinnerungen wühlte das Erlebte aus der Vergangenheit wieder auf.

Eine Stadtbesichtigung in Stolp mit einer IVV-Wanderung unter Leitung des Präsidenten des Polnischen Wanderverbandes schloß sich an. Ein Tag gehörte dann Danzig. In einer Stadtrundfahrt und per Pedes waren nur noch an einigen wenigen Stellen der Stadt die Verwüstung vergangener Zeiten erkennbar. Ansonsten sah man restaurierte und neu entstandene Bauten, die sich absolut in das Stadtbild einfügten. Der abschließende Gang durch die "Frauengasse" war der Höhepunkt dieser Fahrt. – Schließlich folgte dann eine Fahrt nach „Leba“ an die Ostsee, wo die wohl größte Wanderdüne bestaunt werden konnte. Dann hieß es „Koffer packen“.

Über "Lauenburg" – "Reda" – vorbei an Danzig nach "Elbing" – "Frauenburg" und "Braunsberg" ging es nach "Heiligenbeil" an die Grenze Polen-Russland. Nach der Prozedur "„Pässe,- Visa,- Einreiseformalitäten" wurden wir nach etwa eineinhalb Stunden von unserer Reiseführerin „Elena“ empfangen. In fließendem Deutsch wurden die ersten Kilometer zur allgemeinen Einstimmung genutzt und man erreichte "Königsberg". Der erste Eindruck war "niederschmetternd".

Zeitzeugen der Kriegszeit an vielen Stellen des Stadtrandes. Die Durchfahrt nach Rauschen zu unserem Quartier wurde dann wieder unterbrochen um „Rubel“ zu erlangen. In Rauschen, direkt an der Ostsee gelegen, erwartete uns die Hotelleitung und dienstbeflissenes Personal. Die modernen Zimmer wurden bezogen und gleich ein wenig die Umgegend erforscht. Jeden Tag etwas anderes sehen,- war die Devise.

So ging es zur "Kurischen Nehrung" mit Besuch der Vogelwarte und kurzer Wanderung zur Wanderdüne Epha. Einer Rundfahrt nach „Insterburg“ mit dem Besuch des Trakehnergestüts Georgienburg, – durch Ragnit nach Tilsit zur Elisabethbrücke, die über die Memel führt an der Grenze zu Litauen und zurück über "Kreuzingen" – "Labiau" – "Nautzken" – "Drugehnen" nach Rauschen. Natürlich war ein ganzer Tag für Königsberg eingeplant und hier sahen wir dann auch den Stadtkern mit "Kaufzentren", riesigem Marktbereich und schönen Neubauten.

Durch witterungsbedingte Umplanungen des Programms war dann auch noch ein halber Tag "Freizeit" in Königsberg möglich, der dankend von der Gruppe angenommen wurde. Den freien Tag in Rauschen nutzten alle Mitfahrer um in der Stadt, die sehr stark von Touristen angenommen wird, und an der herrlichen Promenade direkt an der Ostsee, zu flanieren.

Ziel waren die vielen Verkaufsstände mit „Bernstein“ und anderen Souvenirartikeln, die in Russland wie auch in Polen zu Hauff anzutreffen sind. Andere führten noch ein IVV – Wanderung durch, für den es auch die internationale Wertung des Volkssportverbandes Rußland gab. Schließlich hieß es wieder "Koffer packen".

Der seit 2010 neu geschaffene Grenzübergang in "Mamohobo" passierten wir in nur 50 Minuten, eine Traumzeit für unseren Bus. Die Fahrt wurde dann quer durch Polen über "Marienburg" – "Starogard" – "Barkenfelde" - "Fliederborn" - "Jastrow" – "Deutsch Kronen" – "Märkisch Friedland" – "Kallies" – "Zachan" und "Stargard" zur Zwischenübernachtung in Stettin fortgesetzt.Schließlich war man am nächsten Tag um 18.00 Uhr wieder in Jagel und eine erlebnisreiche Fahrt fand ihren Abschluß.

Recht unterschiedliche Interessen waren Grund der Mitfahrt: Waren einige doch auf der Suche nach ihren "Geburtsstätten" so wollten andere einmal sehen, wovon die ältere Generation immer schwärmt. Die Begeisterung dieser Fahrt war allgemein festzustellen.

Sah man in Polen riesige "bestellte" Felder mit Korn oder anderen Nahrungsmitteln, so lagen die Felder der einstigen „Kornkammer Ostpreußens“ überwiegend als Brachland da. Für das nächste Jahr haben die Jagel eine Fahrt in die Wachau (Österreich) für 13 Tage geplant. Die erste Tour wird vom 13. bis 25. Juli und die zweite Tour vom 31. August bis 12. September durchgeführt.

Wer Interesse hat, kann sich gerne bei Ewald Kraeft, 04624 – 1485 oder bei Otto Henningsen, 04624 – 2522 melden. ew